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Kick-off-Event ebSemantics: Österreich bereitet sich auf Semantic Web basierten E-Commerce vorAm Montag, 16. Oktober 2006 fand in der Wirtschaftskammer Österreich dass Kick-off-Event des Projektes ebSemantics statt. „ebSemantics“ ist ein groß angelegtes Projekt der Wirtschaftskammer Österreich, der Industriellenvereinigung, AUSTRIAPRO, der Österreichischen Computer Gesellschaft, des Digital Enterprise Research Institute Innsbruck – SEBIS und der Smart Information Systems GmbH und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit unterstützt. Ziel des Projektes, das im Zuge des Kick-off-Events präsentiert wurde, ist die Realisierung von Semantic Web basiertem E-Commerce. Unter den Teilnehmern befanden sich nicht nur hochkarätige Vertreter der Projektpartner, wie etwa der Vizepräsident der österreichischen Wirtschaftskammer Dr. Hans-Jörg Schelling, sondern auch zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft. Seitens der österreichischen Wirtschaft waren nicht nur Telekommunikationsunternehmen wie etwa Mobilkom Austria oder T-Mobile vertreten, sondern auch Industrieunternehmen wie etwa Böhler Uddeholm oder Siemens und eine Reihe von Vertretern großer österreichischer IT Anbieter. Nach der offiziellen Eröffnung der Veranstaltung durch Dr. Gerhard Laga, Leiter des E-Centers der WKÖ, präsentierte Markus Linder, geschäftsführender Gesellschafter der Smart Information Systems GmbH, das Projektziel und die geplanten Aktivitäten. (Vortrag Markus Linder) Während Informationen wie Produkt- und Dienstleistungsangebote heute im Internet nur in einer für den Menschen verständlichen Form veröffentlicht werden können, ermöglicht es Semantic Web basierter E-Commerce, dass auch digitale Assistenten und semantische Suchmaschinen Produktangebote für den Menschen finden und interpretieren können. Unternehmen können also ihre Angebote nicht nur in dem für den menschlichen Benutzer verständlichen HTML-Format (herkömmliche Websites) veröffentlichen, sondern auf Basis von eigenen Branchenstandards (Ontologien) auch im maschinen-interpretierbaren RDF-Format publizieren. Dies ermöglicht es allen auf Semantic Web Technologien basierenden Suchanwendungen, Angebote zu finden, zu verstehen und für den Menschen zu interpretieren. Im Zuge des Projektes wird Semantic Web basierter E-Commerce für die Musterbranchen Mobilfunk, Digitalfotografie und den Dienstleistungsbereich Schwimmbäder realisiert. Im Rahmen dieser Musterbranchen werden, gemeinsam mit den österreichischen Unternehmen, frei verwendbare, maschineninterpretierbare Standards – zur Beschreibung von Angeboten, Anbietern und Produkten bzw. Dienstleistungen erstellt. Dies erfolgt unter enger Anbindung an internationale Standards, um eine rasche Internationalisierbarkeit und Durchsetzung der Standards zu gewährleisten. Weiters werden in Kooperation mit Herstellern von Enterprise Resource Planning Systemen und weiteren Softwareunternehmen Anwendungen geschaffen, die eine automatische Ausgabe von Daten aus Webshops und ERP-Systemen in maschinen-interpretierbarer Form ermöglichen.
In den verschieden Arbeitsgruppen haben Industriepartner und KMUs die Möglichkeit, ihre Interessen aktiv in das Projekt und in den Standardisierungsprozessen einzubringen und wertvolle Erfahrungen mit der Internettechnologie der nächsten Generation (Next Generation Web) zu sammeln.
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